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Entdecken Sie die andere Algarve!
Natur pur: die Ria Formosa
Wer beim Landeanflug auf Faro schon einmal aus dem
Fenster gesehen hat, kennt das mäandrierende Muster aus blaugrünem
Meer und gelbweißen Sandinseln - ein eindrucksvolles Kunstwerk der
Natur. Doch die "Ria" ist auch vom Boden aus eine nähere
Betrachtung wert.
Entstanden ist diese Lagunenlandschaft vor 250 Jahren durch ein großes
Seebeben. Bis heute wird sie vom Wechsel der Gezeiten geprägt und
verändert. Charakteristisch sind die großen, der Küste
vorgelagerten Sanddünen, die von Durchfahrten zum offenen Meer (Barren)
durchbrochen sind.
Tavira ist durch seine geografische Lage ein guter Ausgangspunkt für
eine Erkundung des Naturparks Ria Formosa, der sich auf 16.000 Hektar
von Faro aus nach Osten bis zum Strand von Manta Rota erstreckt. Bei Niedrigwasser
lohnt sich ein Spaziergang durch das Watt, wo Ebbe und Flut eine Vielzahl
an Kanälen, Prielen, Sandbänken und Inselchen formen.
Winkerkrabben, Garnelen und Steinkrebse lassen sich hier entdecken. Beeindruckend,
besonders im Winter, sind die vielen Vogelarten, darunter Austernfischer,
Kormorane, Störche und Flamingos.
In der "Ria" reproduzieren sich nach Ansicht von Meeresbiologen
80 Prozent der Fische des Nordatlantik. Wirtschaftlich genutzt wird das
Gebiet für die Muschelzucht (z.B. Austern, Ameijoas, Conquilhas,
Pfahl- und Herzmuscheln) und die traditionelle Meersalzgewinnung.
Mehr über die Ria Formosa erfahren Sie in der Quinta do Marim kurz
vor Olhão, wo sich auch der Sitz der Parkverwaltung befindet.
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